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Corona-Virus: Aktuelle Informationen aus der Sparte "Leben" 

Bitte beachten Sie: Im Falle einer Ausweitung der Epidemie und sich daraus ergebender neuer Erkenntnisse werden diese Informationen laufend angepasst. Bitte informieren Sie sich daher regelmäßig über eventuelle Aktualisierungen.

Sonderregelung: Was tun bei Zahlungsschwierigkeiten? (Stand: 23.12.2020)

Aufgrund der Corona-Krise können Kunden derzeit unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Sowohl diesen Kunden als auch den betroffenen Vermittlern wollen wir daher eine Möglichkeit anbieten um diese Phase zu überbrücken, ohne die mit dem Vertrag angestrebten Versorgungsziele oder vertraglich vereinbarten Leistungen aufgeben zu müssen.

Die folgenden Regelungen gelten für die Risikolebensversicherungen der EUROPA Lebensversicherung AG im Zeitraum vom 01.01.2021 bis 31.03.2021.

Zusätzlich zu den bereits vorhanden bedingungsgemäßen Lösungen zur Überbrückung von Zahlungsschwierigkeiten in unseren Produkten bieten wir Ihnen vom 01.01.2021 bis 31.03.2021 eine befristete Beitragsaussetzung (bBA) für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten an.

Für alle nachfolgenden Regelungen für Ihre Kunden gilt:
Über alle kundenbezogenen Unterstützungsmaßnahmen wird immer nach einer Prüfung im Einzelfall entschieden. Wir beobachten ständig die weiteren Entwicklungen und insbesondere ein Tätigwerden des Gesetzgebers. Falls wir hieraus Handlungsbedarf bei unseren Unterstützungsmaßnahmen erkennen,werden wir diese ggf. anpassen bzw. ändern.

Welche Vorteile bietet die befristete Beitragsaussetzung?

Eine bBA setzt beim Vertrag den Beitragseinzug aus. Der Vertrag bleibt bei gleichen Leistungen für die Dauer der bBA erhalten. Eine Provisionsrückbelastung wird nicht ausgelöst – unabhängig davon ob sich der Vertrag noch in der Stornohaftzeit für die Abschlussprovision befindet. Dadurch geben wir Ihnen und Ihrem Kunden die Chance, über das Schicksal des Vertrages zu einem Zeitpunkt in der Zukunft zu entscheiden, zu dem der Kunde über seine wirtschaftlichen Perspektiven wieder mehr Klarheit und Zuversicht hat. Damit wird dem Kunden, der in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist, sofort durch finanzielle Entlastung geholfen.

Welche Voraussetzungen sind zu beachten?

Eine bBA ist möglich, wenn

  • entweder in den vorhergehenden 12 Monaten die Beiträge vertragsgemäß geleistet wurden, oder,
  • wenn bei Verträgen die jünger sind als 12 Monate die Beiträge seitdem ununterbrochen bis Dezember 2020 vertragsgemäß geleistet wurden.

Die Option der bBA gilt für Verträge mit Antragseingang vor dem 01.12.2020.

Wie lange kann die Beitragszahlung ausgesetzt werden?

Die Beitragszahlung kann für bis zu sechs Monate ausgesetzt werden.

Was muss ich als Vertriebspartner zum Ende der befristeten Beitragsaussetzung beachten?

Rechtzeitig vor Ablauf der bBA werden wir Sie daran erinnern, mit dem Kunden eine Vereinbarung über das weitere Fortbestehen des Vertrages zu treffen.

Welche Optionen stehen zur Verfügung, wenn nach Ablauf der befristeten Beitragsaussetzung immer noch Zahlungsschwierigkeiten beim Kunden die Wiederaufnahme der Beitragszahlung verhindern?

Auch nach der bBA stehen alle bedingungsgemäß zugesagten Optionen zum Umgang mit Zahlungsschwierigkeiten zur Verfügung.

Wie kann der Vertrag nach Ablauf der befristeten Beitragsaussetzung fortgesetzt werden? Welche Auswirkungen haben die Optionen auf meine Vergütung?

Zum Ende der bBA gibt es folgende Optionen:

  • Fortführung des Vertrages durch Nachzahlung der Beiträge vom Kunden: Die Nachzahlung kann in einer Summe oder ratierlich über bis zu 24 Monate erfolgen. Eine Provisionsrückbelastung beim Vermittler erfolgt in diesem Falle nicht.
  • Wiederaufleben des Vertrages durch Nachzahlung mittels Verrechnung der nicht bezahlten Beiträge mit einem vorhandenen Vertragsguthaben, angesammeltem Überschussguthaben oder Deckungskapital (bei biometrischen Produkten): Eine Provisionsrückbelastung beim Vermittler erfolgt in diesem Falle nicht.
  • Keine Nachzahlung der ausgesetzten Beiträge und keine Inanspruchnahme der Verrechnungsmöglichkeit (zum Beispiel wegen zu geringem vorhandenem Guthaben): In diesem Falle reduziert sich die vertraglich vereinbarte Beitragssumme, was innerhalb einer vorhandenen Stornohaftzeit zu einer anteiligen Provisionsrückbelastung beim Vermittler führt.
  • Keine Wiederaufnahme der ausgesetzten Beitragszahlung: In diesem Fall wird der Vertrag beitragsfrei gestellt und es kommt ggf. zu einer Provisionsrückbelastung beim Vermittler.

Wie kann eine befristete Beitragsaussetzung aktiv beantragt werden?

Die Beantragung einer bBA kann vom Kunden elektronisch in Textform - d.h. auch per E-Mail - übermittelt werden. Wir empfehlen ausdrücklich eine elektronische Übermittlung. Damit können wir einen Eingang auch bei Engpässen in der Zustellung und Verarbeitung von Post gewährleisten.

Was passiert, wenn es während der befristeten Beitragsaussetzung zu einem Leistungsfall kommt?

Sollte es während der bBA zu einem Leistungsfall kommen, werden fehlende Beiträge mit den fälligen Leistungen verrechnet und damit ein Beitragsrückstand bis zum Leistungseintritt ausgeglichen.

Was passiert, wenn sich mein Kunde direkt und ohne mich zu informieren um eine Beitragsfreistellung/Kündigung/Reduktion bemüht?

Sollte sich ein Kunde mit dem Anliegen einer Beitragsfreistellung / Kündigung / Reduktion an uns wenden, werden wir Sie umgehend informieren. Sie erhalten dann eine Frist von 14 Kalendertagen zur Nachbearbeitung beim Kunden, um eine geänderte Willenserklärung des Kunden zu entweder einer bBA oder einer anderen Option zum Umgang mit Zahlungsschwierigkeiten einzureichen. Liegt uns bis dahin keine geänderte Willenserklärung vor, muss der erteilte Kundenwunsch im Vertrag umgesetzt werden.

Sollte sich ein Kunde mit dem Wunsch auf eine Beitragsstundung an uns wenden, werden wir diese dokumentieren und Sie und Ihren Kunden über die Einrichtung der Stundung informieren. Eine Provisionsrückbelastung erfolgt in diesem Falle nicht. Bezüglich der Optionen nach Ablauf einer Stundungsfrist verweisen wir auf die jeweiligen bedingungsgemäßen Optionen.

Hinweise zu Antragsstellung und Leistungsprüfung (Stand 31.03.2020)

Derzeit ergeben sich aus der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie keine abweichenden Regelungen oder Verpflichtungen in der Antragstellung, der Risikoprüfung und der Leistungsprüfung. Selbstverständlich gelten auch aktuell die vorvertraglichen Anzeigepflichten im Rahmen der Antragstellung, unter denen bekannte Beschwerden, ärztliche Untersuchungen und Vorerkrankungen anzugeben sind. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie hier:

Gibt es Besonderheiten bei der Antragstellung in Zeiten von Corona? Gibt es Einschränkungen beim Abschluss einer Risikolebensversicherung?

Im Falle einer nicht vorhandenen und nicht bekannten Covid-19-Infektion: nein. Selbstverständlich gelten auch aktuell die vorvertraglichen Anzeigepflichten im Rahmen der Antragstellung, unter denen bekannte Beschwerden anzugeben sind.

Bei Angabe bestimmter Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge, chronischen Lebererkrankungen, Diabetes mellitus oder Krebserkrankungen, kann es dazu kommen, dass wir weitere Angaben benötigen.

Sollte sich eine Risikoprüfung, zum Beispiel wegen ausbleibender ärztlicher Untersuchungsberichte, verzögern, kann es erforderlich werden, beim Kunden eine Bestätigung eines unveränderten Gesundheitszustandes oder alternativ Angaben zu zwischenzeitlichen Veränderungen zu erfragen.

Ist der Antragsteller Existenzgründer oder Selbständiger / Freiberufler in bestimmten Branchen, wie zum Beispiel im Hotel- und Gastronomiegewerbe oder in der Tourismusbranche, erfolgt eine besondere Einzelfallprüfung des Antrages, um adäquaten Versicherungsschutz zu bieten.

Muss ich bei Antragstellung angeben, wenn ich mich zum Zeitpunkt der Antragstellung freiwillig in Corona-Quarantäne befinde oder befand?

Wenn keine Beschwerden oder keine AU vorliegt bzw. vorlag: nein. 

Muss ich bei Antragstellung angeben, wenn ich mich zum Zeitpunkt der Antragstellung auf Anordnung in Corona-Quarantäne befinde oder befand?

Sofern die Quarantäne in irgendeiner Form mit einer ärztlichen Behandlung oder Beratung einhergeht: ja. Ansonsten, zum Beispiel als reine Schutzmaßnahme durch Anordnung des Arbeitgebers: nein.

Muss ich den kürzlich zurückliegenden Aufenthalt in einem Corona-Risikogebiet bei einer Antragstellung angeben?

Nein.

Hat eine ausgeheilte Covid19-Erkrankung Auswirkungen auf die Annahmepolitik?

Nein, nach derzeitigem Wissensstand ist eine Normalannahme möglich.

Was ist, wenn die zu versichernde Person nach Antragstellung aber vor Policierung von einer Erkrankung Kenntnis erlangt?

Hier gelten die üblichen Regelungen zur vorvertraglichen Anzeigepflicht. Aufgrund von Covid-19 ergeben sich dadurch keine Änderungen.

Wird bei Covid-19-Erkrankung eine eventuell vereinbarte vorgezogene Todesfall-Leistung fällig?

Hier gelten die genannten Bedingungen des jeweiligen Vertrages. Sofern ein Arzt bestätigt, dass der betroffene Kunde im Laufe der nächsten 12 Monate versterben wird: ja. Ansonsten: nein.

Wird eine Todesfall-Leistung fällig, wenn der Tod aufgrund einer Covid-19-Erkrankung eintritt?

Wenn der Tod gemäß den vereinbarten Vertragsbedingungen, also vor allem während der Versicherungsdauer, eintritt: ja. Eine gesonderte Pandemieklausel existiert nicht.

Wird oder kann die Corona-Krise Auswirkungen auf die Prämienkalkulation entwickeln?

Das kann man derzeit noch nicht vorhersehen, dazu liegen aktuell noch zu wenig valide Daten vor, um bereits solche Auswirkungen abschätzen zu können.

Weitere Optionen bei Zahlungsschwierigkeiten (Stand: 25.03.2020)

Bitte beachten Sie: In Einzelfällen kann es abweichende Regelungen zu den beschriebenen Optionen geben, die sich aus den jeweiligen Tarifbedingungen ergeben!

Beitragsstundung

Eine Beitragsstundung ist bis zu sechs Monate zinslos möglich. Der Versicherungsschutz bleibt für die Dauer der Stundung erhalten. Voraussetzung für eine Beitragsstundung ist, dass die Beiträge in den vorhergehenden 12 Monaten vertragsgemäß geleistet wurden und nach Ablauf der Stundung die verbleibende Beitragszahlungsdauer des Vertrages noch mindestens ein Jahr beträgt.

Zum Ende der gewünschten Beitragsstundung gibt es folgende Optionen:

  • Nachzahlung gestundeter Beiträge vom Kunden: Die Nachzahlung kann in einer Summe oder ratierlich und zinslos über bis zu 24 Monate erfolgen.
  • Nachzahlung gestundeter Beiträge durch Verrechnung: Die Nachzahlung kann durch Verrechnung mit einem vorhandenen Vertragsguthaben, angesammeltem Überschussguthaben oder Deckungskapital (bei biometrischen Produkten) erfolgen.
  • Nichtzahlung gestundeter Beiträge und/oder Beitragsfreistellung: Sollte keine Nachzahlung der gestundeten Beiträge erfolgen und auch keine Inanspruchnahme der Verrechnungsmöglichkeit möglich sein, zum Beispiel wegen einem zu geringem vorhandenem Guthaben, kann der Versicherungsschutz reduziert werden. Bei einer zusätzlichen Nichtweiterzahlung der laufenden Beiträge kommt es zu einer Beitragsfreistellung des Vertrages.

Hinweis: Im Rahmen der Vereinbarung einer Beitragsstundung erfolgt zunächst keine Provisionsrückbelastung. Sollten gestundete Beiträge nach der Stundungsfrist nicht ausgeglichen werden, kann es bei Reduzierungen der vergütungsrelevanten Beitragssumme ggf. zu Provisionsrückbelastungen kommen.

Beitragspause

Eine Beitragspause ist bis zu sechs Monate möglich. Der Versicherungsschutz besteht für diese Zeit nicht. Voraussetzung für eine Beitragspause ist, dass die Beiträge in den vorhergehenden 12 Monaten vertragsgemäß geleistet wurden. Nach Ablauf der Frist für die Beitragspause leben die Beitragszahlungspflicht und der Versicherungsschutz ohne erneute Risikoprüfung wieder auf.

Hinweis: Bei einer Beitragspause erfolgt eine Provisionsrückbelastung, sofern der Vertrag sich noch in einer Stornohaftzeit befindet und sich die vergütungsrelevante Beitragssumme reduziert.

Beitragsreduktion (Herabsetzung des Beitrags)

Die Höhe des zu zahlenden Beitrags kann herabgesetzt werden. Durch die Herabsetzung des Beitrags verringern sich die versicherten Leistungen nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik.

Eine Wiederanhebung nach Herabsetzung des Beitrags im Rahmen der bedingungsgemäßen Regelungen ist möglich.

Hinweis: Bei Beitragsreduktion erfolgt eine Provisionsrückbelastung, sofern der Vertrag sich noch in der Stornohaftzeit befindet und sich die vergütungsrelevante Beitragssumme reduziert.

Vorzeitige Beitragsfreistellung (befristet und unbefristet)

Die Beitragsfreistellung eines Vertrags ist möglich. Bei Beitragsfreistellung erfolgt ein Abzug in Höhe von i.d.R. 60 Euro. Eine befristete Beitragsfreistellung kann für maximal 36 Monate vereinbart werden.

Eine Wiederinkraftsetzung nach vorzeitiger Beitragsfreistellung ist im Rahmen der bedingungsgemäßen Regelungen möglich.

Hinweis: Bei vorzeitiger Beitragsfreistellung erfolgt eine Provisionsrückbelastung, sofern der Vertrag sich noch in der Stornohaftzeit befindet und sich die vergütungsrelevante Beitragssumme reduziert.

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